Arbeitszeit ist eine sehr persönliche Information. Wer wann wie lange arbeitet, geht weder die Schulleitung noch den Dienstherrn noch sonst jemanden etwas an. Deshalb ist LehrZeit von Grund auf so gebaut, dass Ihre Einträge niemandem außer Ihnen selbst zugänglich sind. Hier steht ohne Fachchinesisch, was das konkret bedeutet.
Die wichtigste Frage zuerst
Niemand außer Ihnen.
Nicht die Schulleitung. Nicht das Kollegium. Nicht das Schulamt, nicht das Ministerium, nicht die Gewerkschaft – und auch wir als Entwickler nicht. Ihre Einträge sind so verschlüsselt gespeichert, dass ausschließlich Ihr eigener Zugang sie lesbar macht.
Ihre persönlichen Einträge liegen nicht im Klartext auf dem Server. Ohne Ihren Zugang sind sie nicht lesbar.
Es gibt keinen Schulleitungs-Zugriff auf einzelne Erfassungen. LehrZeit ist kein Werkzeug zur Leistungskontrolle – und wird auch keines.
Die Daten werden in Deutschland verarbeitet und unterliegen der DSGVO – ohne Umweg über andere Rechtsräume.
Die Daten dienen der Zeiterfassung. Sie werden nicht verkauft, nicht vermietet und nicht für Werbung genutzt.
Zwei Wörter, die oft fallen
Beide Begriffe klingen technisch, meinen aber etwas sehr Einfaches. Und beide sorgen dafür, dass aus Ihren Zahlen keine Aussage über Sie werden kann.
Bei der Anonymisierung wird alles entfernt, womit sich ein Eintrag einer bestimmten Person zuordnen ließe: Name, Zugangskennung, E-Mail-Adresse, die konkrete Schule, das genaue Datum. Übrig bleiben nur sachliche Merkmale – etwa „Grundschule“ oder „Klassenleitung“ –, die auf Tausende Menschen zutreffen.
Stephanie M., Grundschule Musterstadt, Dienstag, 12.03.2027, 18:30–20:15 Uhr, Korrekturen
Eine Lehrkraft an einer Grundschule, mit Klassenleitung, Vollzeit: 1,75 Stunden Korrekturarbeit an einem Werktagabend im Frühjahr
Entscheidend dabei: Dieser Schritt ist nicht umkehrbar. Aus dem rechten Kasten lässt sich der linke nicht wiederherstellen – auch von uns nicht.
Aggregieren bedeutet zusammenfassen. Ausgegeben wird nicht mehr der einzelne Eintrag, sondern nur noch das, was viele Menschen gemeinsam ergeben: eine Summe, ein Durchschnitt, eine Verteilung. Ein einzelner Wert taucht darin gar nicht mehr auf – er verschwindet in der Menge, so wie eine einzelne Stimme in einem Wahlergebnis.
„Frau M. hat im März 47 Stunden mehr gearbeitet, als ihr Deputat vorsieht.“
„Grundschullehrkräfte mit Klassenleitung in Klassen ab 25 Kindern liegen im Durchschnitt deutlich über ihrer vereinbarten Arbeitszeit.“
Eine Auswertung entsteht erst, wenn mindestens neun Personen in einer Gruppe zusammenkommen. Wären es nur zwei oder drei, ließe sich womöglich erraten, wer gemeint ist – genau das soll nicht passieren.
Wofür das gebraucht wird
Einzelne Erfahrungen lassen sich wegdiskutieren. Zahlen von Tausenden Lehrkräften nicht. Genau dafür – und nur dafür – sind anonymisierte, aggregierte Auswertungen da.
Wie unterscheidet sich die tatsächliche Belastung an Grundschule, Gesamtschule, Gymnasium oder Berufsschule? Bisher weiß das niemand genau – man ahnt es nur.
Was bedeutet Klassenleitung in einer großen Klasse wirklich an Zeit? Elterngespräche, Organisation, Konflikte – diese Arbeit steht in keinem Deputat.
Ist die Rechnung „Unterrichtsstunden = Arbeitszeit“ noch zeitgemäß? Ohne belastbare Daten bleibt die Antwort Ansichtssache – mit ihnen wird sie überprüfbar.
Klare Grenzen
Das ist keine lästige Rückfrage, sondern eine berechtigte. Schreiben Sie uns – wir erklären gern im Detail, wie Speicherung, Verschlüsselung und Auswertung technisch funktionieren. Auch Ihr Personalrat darf uns jederzeit auf den Zahn fühlen.